ARD und ZDF haben das TV-Monopol für die Fußballübertragung
Geschrieben von: Edmund
Bis 2016 bilden ARD und ZDF ein Monopol für die Übertragung von Fußballspielen. Nachdem sich die öffenlich-rechtlichen Sender bereits die Rechte für die Champions League gesichert hatten, kamen nun auch die Spiele der Nationalmannschaft der Männer und Frauen, der dritten Liga sowie der Bundesliga der Frauen hinzu. Somit kann jeder die Übertragung der Fußball Highlights verfolgen. Laut Schätzungen kostete dieser Deal 180 Millionen Euro. Bei diesem Preis können die privaten Sender nicht mithalten, denn für Pro Sieben Sat.1 sowie die RTL-Gruppe wäre eine Übertragung mit Verlusten von mehreren Millionen verbunden.Noch sind nicht alle Rechte vergeben, doch die Qualifikationsbegegnungen der Europameisterschaft 2016 und Weltmeisterschaft 2014 im Ausland werden pro Spiel vermutlich fünf Millionen Euro kosten. Auch die Vergabe der Übertragungsrechte des DFB-Pokals steht an, dabei werden neuen Spiele live gezeigt. Hinzu kommt das Pokalfinale der Frauen sowie die Spielberichte.
Und ein vollkommenes Monopol ist durchaus möglich, denn den öffentlich-rechtlichen Funkanstalten steht ein geschätzter Etat von 800 Millionen bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung für den Sport. Durch die Konzentration auf den Fußball wird in andere Disziplinen weniger investiert. Für die Rechte an den Boxkämpfen wird die ARD außerdem 54 Millionen Euro ausgeben, aber nicht alle Rundfunkräte sind damit einverstanden. Letztlich zählt auch beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen, was unter dem Strich steht, selbst wenn dies im Widerspruch zum Grundversorgungsauftrag steht.